Was kostet eine Homepage-Webseite? Brauche Webdesign-Angebot!

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Verfasst von Eric Schneider am 21 11 2013 | 19 Kommentar

Dieser Beitrag ist mir ein persönliches Anliegen!
Ich werde hier über erschreckende Erfahrungen als Webdesigner & Onlinemarketing-Manager erzählen. Dieser Beitrag soll außerdem den Irrglauben aufheben, dass eine Webseite/Homepage, für Unternehmen, automatisch den gewünschten Erfolg bringen wird. Du wirst lesen, wieso Angebote nicht zu Aufträgen wurden und warum Agenturen Anfragen erhalten, bei denen gescheiterte Webprojekte gerettet werden sollen. Die Hauptfrage “Was kostet eine Homepage/Webseite“ wird auf verschiedenen Ebenen beantwortet werden. Nimm Dir Zeit, es lohnt sich und geschmunzelt darf auch werden…

Inhaltsverzeichnis:

Machen Sie mir bitte ein Angebot für eine Homepage/Website.

Um eine der üblichen Anfrage Situationen zum Erstellen einer Webseite/Homepage zu verdeutlichen, bilde ich hier einen Gesprächsverlauf ab, der sich so oder so ähnlich in sehr vielen Fällen abspielt. Hinweis: Alle Personen sind frei erfunden.

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Maximilian Maximus: Wir sind ein Dienstleiter im Bereich „Transporte“ und brauchen eine Homepage. Können Sie mir da bitte mal schnell ein Angebot schicken?

Agentur: Ja klar sehr gern! Erzählen Sie mir doch zuvor etwas über Ihr Unternehmen. Wer sind Ihre Kunden und welche Bedürfnisse haben Sie? Welchen besonderen Nutzen haben Ihre Kunden von Ihrer Dienstleistung oder wodurch unterscheiden Sie sich von ihrer Konkurrenz? Wie stark sind Ihre Mitbewerber im Onlinemarketing aufgestellt oder welches Budget haben Sie zur Verfügung?

Maximilian Maximus: Das kann ich Ihnen so aus dem Stehgreif nicht beantworten. Machen Sie mir doch einfach mal ein Angebot, was eine Homepage bei Ihnen grob kostet.

Agentur: Einen groben Preis für eine Unternehmenswebseite kann ich ihnen gleich am Telefon sagen. Zwischen 1500 € – 70.000 €.

Maximilian Maximus: Damit kann ich jetzt aber nicht viel anfangen !!!!

Agentur: Das kann ich verstehen, Herr Maximus, Sie brauchen natürlich einen möglichst realistischen Preis. Rischtisch?

Maximilian Maximus: Genau, also schreiben Sie mir nun so ein Angebot?

Agentur: Ok, können Sie mir wenigstens kurz beschreiben welche Ziele sie mit der neuen Webseite erreichen wollen?

Maximilian Maximus: Haja klar, bei Google ganz oben stehen! …………

Ab diesem Punkt möchte ich den weiteren Gesprächsverlauf Ihrer Fantasie überlassen.

Die Frage ist:

Würde Maximilian Maximus auf diese Art („machen sie mir mal ein Angebot was ein LKW bei ihnen grob kostet“) auch seine Transportfahrzeuge kaufen? Sicher nicht denn, er weiß genau was diese Fahrzeuge können müssen. Er weiß die Größe, was er damit transportieren will, wohin er fahren wird, welche Zugkraft die Maschine haben muss, die Marke des LKW weiß er und die Farbe soll zu seinem Unternehmen passen. Er hat auch schon kalkuliert was der LKW an Gewinn bringen wird und eben alles was ein Geschäftsmann so tut, bevor er in sein Unternehmen investiert.

Was jedoch nach dieser Webdesign-Angebots-Anfrage entstehen kann, erfahren Sie im Folgendem.

 

Möglichkeit 1: Die Webseite/Homepage von der Stange.

Maximilian Maximus hat nun von unserer Agentur ein grobes Angebot erstellt bekommen und findet darin einige Punkte mit denen er nichts anfangen kann und außerdem sind die Preise viel zu hoch für sein Verständnis. Im Telefonat wurde zwar über Konzeption – Strategie – Projektmanagement – Kundenbedürfnisse – Mitbewerberanalyse – Bedarfsanalyse – Alleinstellungsmerkmale – Storytelling – Onlinemarketing – Internetmarketing gesprochen, aber Maximilian Maximus will doch nur eine Homepage für sein Unternehmen haben. Was das ganze TamTam bedeutet weiß er nicht und außerdem hat er gar keine Zeit für so etwas.
Gut das Maximilian Maximus clever war und sich noch zwei weitere Angebote eingeholt hatte. Hier bekam er wenigstens genau das was er sich wünschte. „Einfach eine Homepage“.

Die Entscheidung war getroffen und es kam wie es kommen musste.
Maximilian Maximus durfte sich sogar die Farben seiner Homepage selbst aussuchen. Bilder von sich, seinen Mitarbeitern und dem Fuhrpark hatte er noch von vor drei Jahren irgendwo auf dem Computer gespeichert. Um weitere Kosten zu sparen, erstellte Magarete, die nette Dame aus dem Vorzimmer, ein Logo voller Leidenschaft, Liebe und Ihrem von Gott gegebenen Sinn für Schönheit, in den am besten dafür geeignetem Programm „PAINT“.
Maximilian Maximus freute sich über seine neue Homepage. Er sprach voller Begeisterung darüber welch ein tolles Geschäft er gemacht hatte, denn schließlich bezahlte er nur 3500 € für seine Internetpräsentation. Heute ist ein guter Tag sich selbst zu „highfiven“ muss er gedacht haben.

Was hat Maximilian Maximus nun wirklich für sein Geld bekommen?

Eine Webseite von der Stange, aber das wollte er ja gern haben! Richtig? Maximilian Maximus erinnert sich nun, dass er eigentlich noch ein Ziel hatte.
„Bei Google ganz oben stehen.“

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Voller Erwartung und mit erhöhtem Puls gab er in den Google-Suchschlitz „Transportunternehmen“ ein. WOW – Google hatte ungefähr 4.490.000 Ergebnisse gefunden, doch unter den ersten 100 Suchergebnissen war nix von seinem Unternehmen zu finden.

Diese Webseite kostete ihn 3500€ einmalig für die Erstellung + täglich neue Kunden.

 

Möglichkeit 2: Ein Freund von einem Freund macht unsere Homepage/Webseite, der kennt sich mit Computern voll gut aus.

Wir wissen natürlich nach dieser Aussage nie, wer dieser Freund tatsächlich ist und mit genügend Glaube an seine Kompetenz, darf man ihm keine Unprofessionalität unterstellen, schließlich arbeitet er für ein großes IT-Unternehmen, programmiert täglich und die Vereinshomepage hat er super hinbekommen.

freund-von-freund

Die Frage, die Maximilian Maximus sich in diesem Moment stellen sollte ist folgende.
„In wie weit kann der Freund von einem Freund meine Webseite dazu bringen, das ich durch sie neue Kunden gewinne, mehr Umsatz erziele und mein Unternehmen wächst?“ Schließlich hat sein täglicher Job nichts mit der Erstellung erfolgreicher Webprojekte zu tun.
Sie wissen schon, dieses ganze Zeug was Maximilian Maximus im Angebot der Webdesign-Agentur als unnötig und sowieso zu teuer ansah. Also Konzeption – Strategie – Projektmanagement – Kundenbedürfnisse – Mitbewerberanalyse – Bedarfsanalyse – Alleinstellungsmerkmale – Storytelling – SEO – Onlinemarketing bzw. Internetmarketing. Davon wird dieser Freund von einem Freund der ein billiges Angebot macht keine Ahnung haben.

Agenturen und Freelancer aus den Bereichen Webdesign & Internetmarketing investieren viel Zeit und Geld in Weiterbildung, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das Maß an Wissen ist immens und nur durch kontinuierliches lesen, lernen und viel Arbeit ist eine Weiterentwicklung möglich.

Maximilian Maximus ist jedoch euphorisch und kann sein Glück noch gar nicht fassen. Beim Freund von einem Freund kann er seine Homepage/Webseite erstellen lassen für nur 1300 €. Sein Ziel „bei Google ganz oben zu stehen“ ist nun schon in greifbarer Nähe, er kann den Erfolg förmlich schon schmecken, denn schließlich findet man die Vereinswebseite www.speedbadminton-hinterdupfing.de auch ganz vorne in der Suchmaschine.

Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen der Vereinshomepage speedbadminton-hinterdupfing.de und der Webseite des Fuhrunternehmens. Maximilian Maximus braucht für sein Unternehmen Kunden aus ganz Deutschland oder sogar Europa und damit ist er auch nicht der Einzige.
Lieber Maximilian, willkommen im Haifischbecken des Internetmarketing!

Was glaubst DU:
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Freund von einem Freund, eine Webseite für ein Unternehmen erstellt, die so richtig rein knallen und Erfolge erzielen wird, dass einem vor Freude pipi in den Augen steht?

Wieso manche Webdesign-Angebote nicht zu Aufträgen wurden.

Es gehört ganz einfach mehr zum Webdesign! Eine Webseite erstellen lassen, reicht meist nicht aus. Viele Unternehmer, ob Unternehmensgründer oder alte Hasen, die Ihr Unternehmen schon lange führen und in Ihrem Unternehmensspektrum perfekt ausgebildet sind, fehlt dieses Wissen. Das ist in der Regel kein Problem, doch wenn Vertrauen zu einem Experten nicht aufgebaut werden kann, dann wird es kritisch. Fehlentscheidungen, getroffen anhand von Falschberatung, wie Sie in den zwei Beispielen oben beschrieben wurden, sind die logische Folge.
Liegt es nun an dem Unternehmen, das falsche Entscheidungen traf und nicht die passende Agentur mit dem Webprojekt beauftragte? Nein! Es liegt meist an dem Webdesigner bzw. der Webdesign-Agentur, die nicht dazu fähig war, eine höhere Investition zu rechtfertigen und alle Vorbehalte auszuräumen. Ich spreche aus eigener Erfahrung!

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Wenn der „Feuerwehreinsatz“ zur Rettung eines Webprojektes das Budget sprengt.

Maximilian Maximus erkannte irgendwann, dass seine Webseite nicht den gewünschten Erfolg bringt.

Manch einem Unternehmer würde in dieser Situation klar werden, was er schon immer wusste:
1. Habe doch schon immer gewusst, dass wir über das Internet keine neuen Kunden bekommen werden.
2. Gut, dass ich nicht so viel Geld für den Schmarren bezahlt habe.

Unser Max wäre aber nicht Maximilian Maximus, wenn er nach diesem Rückschlag einfach aufgeben würde. Er ist ein Kämpfer und hat sich inzwischen belesen.
Es soll tatsächlich noch Möglichkeiten geben, die seine Webseite zu dem macht, was er braucht. Seine Webseite könnte damit zu einer Plattform werden, die ihm neue Kunden bringen wird. Max schöpft nun wieder Hoffnung und schreibt eine E-Mail an die Agentur. Er beschreibt seinen Wunsch, mit seiner Homepage neue Kunden gewinnen zu wollen, nennt seine Domain und ruft 4 Stunden später bei der Webagentur an!

Maximilian Maximus: Hallo hier ist Maximus, ich habe ihnen eine Mail geschrieben wegen meiner Webseite. Können sie mich bei meinem Vorhaben unterstützen?

Agentur: Hallo Herr Maximus, wir werden sie natürlich gern unterstützen. Kurz vor Ihrem Anruf habe ich einen Blick auf Ihre Webseite geworfen und ich denke wir kommen an einem kompletten Neuaufbau Ihrer Webseite nicht vorbei.

Maximilian Maximus: Aber meine Homepage wurde doch erst vor einem Jahr erstellt und hat mich 3500 € gekostet. Können Sie da nicht einfach Suchmaschinenoptimierung machen?

Agentur: Sie finden sicher eine Agentur die Ihnen dafür noch mehr Geld aus der Tasche ziehen wird, doch bei uns bekommen sie das so nicht.
Wir sollten uns zusammensetzen und ich zeige Ihnen dann, was wir erreichen können.

Inhalte eines guten Beratungsgespräches:

Es ging in diesem Gespräch um seine Kunden, die Bedürfnisse seiner Kunden, es ging um Werteverständnis, um Preise, um Emotionen, um Ängste, um die echten Menschen und deren Erwartungen. Es ging natürlich um Mitbewerber, aber auch um Benutzerfreundlichkeit/Usability, gut strukturierte Codearchitektur (HTML,CSS,JavaScript,PHP), Mobile Tauglichkeit (Responsive Webdesign), ansprechende Grafiken/Bilder, aussagekräftige Texte, um Informationsarchitektur, Konversionsoptimierung, Storytelling, Onlinemarketing, Suchmaschinenoptimierung, Besucheroptimierung und und und.

Nach dem persönlichen Gespräch mit dem Webdesigner, war Maximilian Maximus bewusst, dass er vor einem Jahr, ein mieses Geschäft machte und sah die 3500 € als Lehrgeld an. Die nicht gewonnenen Kunden machen Ihm mehr zu schaffen, denn er hätte diese im letzten Jahr wirklich benötigt.

fisch

Willkommen in der Realität! Oder wann macht eine Webseite Sinn?

Für eine Webseite die keinen Erfolg bringt, sind selbst 1000 € zu viel und ich hoffe, dass Unternehmen sich dessen immer bewusster werden. Man muss keine Unsummen dafür ausgeben und je genauer man sein eigenes Budget kennt und kommuniziert, kann die seriöse Webagentur das Angebot darauf anpassen um die bestmögliche Lösung zu finden.

„Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“

Darum ist es nicht möglich eine einfache Webseite zu erstellen, dann zu erwarten das die einen aus den Socken haut, wenn man nichts über die Fische weiß, die man fangen möchte.

 

Bilder: istock © Noedelhap, © vschlichting

Über:

Kommunikations- und Mediendesigner aus Leidenschaft! Heutzutage sind kreative Lösungen gefragt und genau diese biete ich Ihnen an! Die Welt ist kleiner geworden durch neue Technologien und somit verändert sich auch unsere Kommunikation. Zwischenmenschliche Bindung wird jedoch immer transportieret und dessen bin ich mir bewusst!

Kommentare:

  1. Birgit sagt:

    Hallo Eric, vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Ihr Artikel regt zunächst die Lachmuskeln an. Allerdings verstehe ich natürlich die Ernsthaftigkeit. „Denn sie wissen nicht, worüber sie sprechen!“ Die Unwissenheit des Onlinemarketings und Webdesigns ist in Deutschland noch groß, glaube ich. Eine schöne Adventszeit, liebe Grüße Birgit

    1. Eric Schneider sagt:

      Vielen Dank & Ihnen auch eine schöne Zeit 🙂

  2. Hallo Herr Schneider,

    ein genialer Artikel! Mit diesen Problemen schlagen sich (leider) viele Internet Dienstleister herum.
    Ich hoffe auch sehr, dass langsam ein Bewusstsein für Qualität in diesem Bereich einsetzt.

    Die Hauptschwierigkeit ist die Kommunikation mit dem potentiellen Kunden. Ich möchte ihm natürlich die 3.500 Euro Lehrgeld ersparen. Manchmal ist man mit Argumenten aber einfach machtlos.
    Oder haben Sie da eine „magische Pille“ gefunden?

    Viele Grüße
    Henning Klocke

  3. Eric Schneider sagt:

    @Henning: Die magische Pille gibt es leider nicht. Jeder Unternehmer tickt anders und jede Agentur muss da ihren eigenen Weg finden.

  4. Aber jetzt gibt es doch bei 1&1 die tollen Homepage-Baukästen …

    Mit „vorbereiteten Texten und Bildvorschlägen für über 200 Branchen“, mit „professioneller Suchmaschinenoptimierung“ und „hunderte attraktive Designs“ … und das für gerade mal 9,99 € im Monat. Sorry, aber alle Webdesigner und Online-Marketing-Berater können wohl dicht machen.

    Jetzt macht Max alles mit wenigen Klicks ganz allein vom Couch-Tisch aus und wird damit riesigen Erfolg haben. Oder ist nach einem Jahr doch wieder alles Quatsch mit diesem Internet.

  5. Im Artikel steckt viel Wahres, Eric. Doch nicht immer liegt’s nicht am Kunden, wenn Anfragen so schief laufen.
    Ich bin zwar Texterin und keine Webdesignerin. Doch bei Anfragen nach Webtexten kommt es ab und zu vor, dass zunächst einmal ein anständiger Webauftritt her muss. In den Gesprächen darüber stelle ich oft fest, dass die Kunden vorher falsch oder gar nicht beraten wurden.
    Statt unzähliger Fragen, gespickt mit Fachbegriffen sollte der Webdesigner in leicht verständlichen Worten und einfachen Sätzen erklären, was der Kunde für Möglichkeiten hat und wo deren Vor- und Nachteile liegen.
    Bei meiner ersten Website habe ich selber erlebt, dass mir der Webdesigner einen Haufen Fragen um die Ohren schlug, von denen ich damals vielleicht die Hälfte verstanden habe. Oder ich sehe heute noch seitenlange Angebote für Webdesign – in schönstem Behördendeutsch verfasst. Lange Schlangensätze, Fremdwort jagt Fachbegriff. Toll.
    Damit überfordert man viele Menschen. Die wissen nichts über Codearchitektur, Usability oder responsives Webdesign. Müssen sie auch nicht, wenn sie Hausmeister oder Transporteur sind. Erst nach dem Gespräch mit dem Webdesigner sollten sie zumindest eine rudimentäre Ahnung davon haben. Und genauso kann man Kunden mit den richtigen Worten auch den Wert guter Programmierung und guter Designs klar machen. Nicht allen. Aber vielen.

  6. Eric Schneider sagt:

    @Daniel: Die Möglichkeit einen Baukasten zu nutzen habe ich meinem Artikel vollkommen außer acht gelassen. Mhh, liegt vielleicht daran das ich schon lange keine Kundengespräche hatte, bei denen dies als Alternative vorlag. 🙂

    @Ursula: Vielen Dank dass Du Deine Erfahrungen mit uns geteilt hast. Die Fremdwörter und Fachbegriffe nehmen im Kundengespräch tatsächlich auch gern die Funktion eines Ausschalters ein.

    1. „Ausschalter“ ist gut gesagt. 🙂

    2. Ich bin auch einer der Nerds die dazu neigen einen Kunden mit Fachbegriffen zu langweilen und damit auf den Ausschalter drücken. Aber ich habe mich schon gebessert und versuche Metaphern zu nutzen, klappt soweit schon sehr gut und damit ranke ich auf der persönlichen serp des Kunden recht gut ;).

  7. Sehr guter Artikel – es ist nicht immer einfach einem Kunden zu erklären das mit dem erstellen einer neuen Homepage erst der Anfang gemacht ist.
    Als Webdesigner versucht man zumindest das OnPage SEO so gut wie irgend möglich hinzubekommen. Das ist leider immer erst der Anfang…
    Wenn man dann erklärt das SEO eine langfristige Angelegenheit ist die viel Zeit, Geduld und Fleiß erfordert und dann hört: „OK…dann machen Sie mir mal für 100 Euro SEO !“ – ist einem manchmal wirklich zum heulen zumute.
    Schön das ich dann jetzt auf diesen Artikel verweisen kann… 🙂

    1. Eric Schneider sagt:

      Hallo Frank aka Webdesign Stuttgart! Es würde mich wirklich freuen, wenn mein Artikel, Dir und Deinen Kunden hilft die richtige Entscheidung zu treffen. Grüße ins Schwabenländle 🙂

  8. Rene Dasbeck sagt:

    Den Fall, dass ein Kunde einen derart hohen Betrag für quasi nichts gezahlt hatte und dann mich um Hilfe bat, hatte ich erst einmal. Es ist doch wie so oft einfach das Unwissen. Erst gestern hatte ich den Fall, dass einem potentiellen Kunden Typo3 als DAS System angepriesen wurde. Einfach in der Bedienung etc. Lachhaft, wenn man bedenkt, was für eine einfache Seite er möchte. Mit Kanonen auf Spatzen schießen ist somit das andere Extrem.

    Ich werde oft kritisiert für meine niedrigen Preise, weil ich als Freiberufler nebenbei arbeite und somit nicht auf einen Stundenlohn von 100€ angewiesen bin. Ich erstelle auch Webseiten für 800€, die qualitativ sehr hochwertig sind. SEO Konzept und Konkurrenzanalyse, etc. sind da natürlich nicht drin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kunden das oft gar nicht wollen aufgrund von mangelnden Finanzmitteln. Gerade im klein- und mittelständischen Bereich ist das so.

    1. Eric Schneider sagt:

      Hallo Rene, eine Unternehmerin aus München sprach am Telefon von sage und schreibe 11.000,00 € die sie für einen Webauftritt gezahlt hat der an Laienhaftigkeit kaum zu übertreffen war. Das Problem an dieser Geschichte war das ihr Budget nun fast auf NULL stand. Was will man da noch tun?

      Grundsätzlich lassen sich auch tolle Sachen machen für wenig Geld. Es ist eben die Frage was ein Kunde benötigt um seine Ziele & Kunden zu erreichen.
      schönes Wochenende Rene 🙂

  9. Nauglamir sagt:

    Zu sehr Agentur bezogen der Artikel, aber durchaus lesenswert.

    Ich denke das Agenturen oder Website-Designer an dieser Situation durchaus auch ihren Anteil haben. Was passiert denn auf dem Markt? Es werden genau derartige Angebote geschnürt und dem Kunden suggeriert das alles „einfach“ ist. Zudem ein Webauftritt, von reiner Präsentation abgesehen, eigentlich nur Teil eines professionellen Marketing-Paketes sein kann.

    Das Profil von Webagenturen hat sich gewandelt, dessen heutige Hauptarbeit nicht mehr die Webseite an sich selbst ist, sondern die Beratung an den Kunden bzw. die Zusammenarbeit mit dessen Marketing. Denn nur wenn der Kunde beraten wird, kann er auf dessen Grundlagen auch Entscheidungen treffen. Dieser Wandel ist absehbar und die Branche ist mitten in dieser Weiterentwicklung.

    Hier frage ich mich ob sich der Webdesigner nicht vielleicht auf sein Kerngeschäft vergessen hat und glaubt alles für ein Unternehmen abbilden zu können. Die Verschmelzung von einzelnen Unternehmensbereichen wie Werbung, PR und Vertrieb wird auch vor Webseiten nicht halt machen und sollten im Marketing gebündelt werden. Sind Webdesigner nun auch Unternehmensberater oder Marketing-Spezialisten?

  10. Rulf sagt:

    Sauber geschriebene Geschichte aus dem wahren Leben. Man muss aber auch dran denken, dass die Kunden, auf die diese Geschichte zutrifft, oftmals den Aufwand eines Online Marketings unterschätzen, bzw damit überfordert sind, weil sie es schlichtweg nicht kennen. Hier ist dann auch das Geschick einer guten Werbeagentur gefragt, die nötigen Informationen zu bekommen, ohne den Kunden mit den Anforderungen zu „erschlagen“. Vorausgesetzt natürlich, der Kunde hat ernsthaftes Interesse an einem guten Webauftritt. Ich sage ja, lieber kein Webauftritt, als ein schlechter 😉

  11. Hallo Eric,

    sehr amüsant zu lesen und dennoch trifft es den Nagel auf den Kopf!
    „Was das kostet mehr als 100€? Damit habe ich nicht gerrechnet!“
    Ich habe mir das auch schon oft überlegt ähnliche Erlebnisse auf meiner Seite zu verfassen, ich will aber potentielle Kunden nicht vergraulen oder verunsichern.

    Schönen Restsonntag!
    Hans-Joachim

    1. Eric Schneider sagt:

      Hallo Hans-Joachim,

      Danke für Deinen Beitrag! Mein Ziel war es auch nicht Kunden zu vergraulen, aber zu verunsichern in dem was Sie bisher über Webdesign dachten bzw. davon erwarteten.
      Ich hoffe das ist mir gelungen 🙂

  12. Tanja sagt:

    Die meisten Kunden möchten eine Homepage nur als „Visitenkarte“ im Internet. Eine dementsprechend Beratung zum Thema Marketing & Co. bringt in den meisten Fällen nicht viel. Jeder will zwar bei Google ganz oben stehen, aber nichts dafür zahlen. Und ja, dass bisschen Facebook schafft man auch noch allein. Mit einer Webseite „Geld“ verdienen? Für die Meisten ein Fremdwort. Hilfe soll auch gewährt werden, wenn der Mitbewerber bei Google über mir steht. (dabei handelt es sich um bezahlte Anzeigen) Kenne ich alles. Aus diesem Grund erfolgt nur noch OnPage, alles weitere wird ausgelagert bzw. an einen Kollegen verwiesen.

  13. Und wir dürfen nicht vergessen, dass der Anspruch an eine Webseite > die konvertiert, also Traffic und Anfragen oder Käufe wandelt < ein ganz anderer ist als eine 500 Euro Homepage. Das dafür erforderliche Wissen und die dafür einzusetzende Zeit, wissen aktuell nur größere Unternehmen zu schätzen. Die Chancen, welche für viele Klein- und Mittelständler bislang ungenutzt bleiben, sind unermesslich. Mit bester Empfehlung! 🙂

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